Gehörlosenverein Neumarkt in der Oberpfalz gegr.1956 e.V.

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Reisebericht

Neujahrswanderung am 6. Januar 2017 in Pottenstein in die Fränkische Schweiz

Wir trafen uns am Felsenbad auf dem Parkplatz und waren zusammen 16 Personen. Wir marschierten entlang des Fluss auf dem Weg zu der Schüttersmühle. Nach einer Stunde gingen wir zum Gasthaus. Wir wärmten dort auf und aßen unser Mittagessen. Wir unterhielten uns gemütlich. Um 14 Uhr ging es los und wir wanderten hinauf. Dann in andere Richtung rum über ein Felderweg. Auf dem Felderweg lag viel Schnee, der Weg war fast nicht zu sehen. Traumhafte Winterlandschaft mit Sonnenschein. Wir hatten großes Glück, dass wir es so erwischt haben. Nach ein paar Stunden sind wir am Aussichtturm angekommen, leider war der Turm wegen Eisgefahr geschlossen. Danach wanderten wir noch halbe Stunde weiter, bis zum Pottensteiner Gipfel. Viele Leute waren schon da. Wir suchten uns den besten Platz zum Sehen aus.

Es fand die ewige Anbetung ihren feierlichen Abschluss mit der Lichterprozession (Abbrennen der Bergfeuer) statt. Dazu waren viele Besucher aus nah und fern versammelt, die sich vom Lichterzauber der vielen Feuer auf den Felsen rings um Pottenstein verzaubern ließen. Nach der letzten Betstunde hat sich bei Einbruch der Dunkelheit um ca. 17.00 Uhr die Abschlussprozession durch den Ort bewegen. Während der Prozession flammten rings um die Felsenstädtchen Lichter auf. Dabei wurden auf die umliegenden Felsenkuppen eine große Anzahl von Feuern entzündet, die die Prozession feierlich umrahmten. Begleitet wurde die Prozession vom "Allerheiligsten", von unzähligen Kerzen und Lichtern, die Straßen der Altstadt waren festlich geschmückt, auf die Zuschauer warteten ein heimeliges Gefühl von Stille und Faszination. Die Triumphbögen, welche den Verlauf der Prozession markieren, wurden um die Jahrhundertwende von Pottensteinern Bürgern gestiftet und von einheimischen Handwerkern gefertigt.

Der kirchliche Brauch der ewigen Anbetung, traditionell verbunden mit dem Abbrennen der Bergfeuer lässt sich historisch gesichert bis ins Jahr 1905 zurückdatieren. Damals wurde das Fest der Heiligen Drei Könige und der Tag zuvor (5. und 6. Januar) als Tag der Ewigen Anbetung in Pottenstein festgelegt.

Auch für das diesjährige Fest waren bereits mehrere Tage und Wochen vorher wieder zahlreiche freiwillige Helfer im Einsatz, um diesen winterlichen Höhepunkt im Jahreslauf-Brauchtum der Fränkischen Schweiz vorzubereiten. Diese ca. 1.000 Feuerstellen werden zum Anzünden bereitgemacht, wofür ungefähr 80 Kubikmeter Brennholz benötigt wurden, die "Feuerles-Schürer" werden eingeteilt u.v.m.

In der Dunkelheit sahen wir wunderschöne Feuer als Lichter überall am Berg. Es war allerdings sehr kalt wie in Sibirien. Wir froren schon und konnten nicht länger aufbleiben. Wir stiegen anstrengend herunter, weil der Weg zu dunkel und eisig war. An den Straßen standen lauter Auto und viele Menschen waren überall. Wir fuhren aber zufrieden mit dem Auto wieder nach Hause. Es war eine schöne Wanderung. Danke, dass Helmut uns souverän geführt hat.

Angela Benschuh


Bergwanderung im Berchtesgadener Land vom 10. bis 12. Juni 2016

Wir, 12 Personen, jung und alt fuhren mit Privat-Autos in die Berge zu unserem Quartier-Forsthaus nach Schönau am Königssee. Bei schönstem Wetter geht's am 1. Tag mit dem Shuttle zum Kehlstein-Haus, es in 1834 m Höhe hat einen bewegte Geschichte. Es ist ein einzigartiges Bau- und Zeitgeschichtsdenkmal. Fertiggestellt wurde es im Jahr 1938 als offizielles Geschenk der NSDP an Adolf Hitler zu dessen 50. Geburtstag. Ein langer Tunnel, 124 m, dann ein weiterer Vertikal-Tunnel als Schacht für einen messingverkleideten Aufzug, damit die Gäste mit dem Aufzug aufwärts in das Innere des Kehlsteinhauses befördert werden. Oben, ein herrlicher Blick ins Berchtesgadener Land mit Königsee. Wir ließen dort auch viel fotografieren. Wir gingen anschließend herunter zum Shuttle, dieser brachten uns zum Parkplatz. Wir aßen im Hofbräuhaus und unterhielten uns gemütlich, auch im Forsthaus bis in der Mitternacht.

Wir aßen selbstgebrachtes Frühstück. Am nächsten Tag ging es zur letzten Kugelmühle Deutschlands. Die Mahldauer mit Wasser betrieben dauert je nach Größe 2-8 Tage, so entstehen Murmeln-Schusser, und gingen als Kinderspielzeug in alle Welt. Anschließend wanderten wir zum schönen Almbachklamm, ein tiefgeschnittenes Tal, mit mehr als 320 Stufen, ein Tunnel, 29 Brücken und Stege, gut 3 km Gehweg, ca. 3-4 Std. Wir sind sehr viel gewandert, bergauf und bergrunter. Es war sehr extrem für uns, ein alpiner Steig! Eine Teilnehmerin von uns hat sich verlaufen und lief zurück zum Treffpunkt. Wir haben sie gesucht und sie wohlauf gefunden. Wir gingen zum Café und erholten uns von der Lauferei. Zum Schluss fuhren wir zum Enzianbrennerei und besichtigen diese dort. Manche haben sich Schnäpse gekauft. Zurück zum Forsthaus gingen wir zum Fischzucht Königssee (FischErlebnisWelt) und schauten die Fischarten, z. B. Störe an. Diese leben nur mit 3 bis 5 Fische in einem Becken, damit sie die Fischbaby brüten. Man holt diese raus um sie zu Kaviar zu machen, zum Verkauf. Anschließend gingen wir durch dem Wald (etwas abseits vom Dorf) und aßen das Abendessen in dem Gasthaus "Waldstein". Wir unterhielten uns wieder gemütlich im Forsthaus bis in der Mitternacht.

Wir aßen wieder selbstgebrachtes Frühstück und packten die Koffer ein. Wir räumten im Forsthaus auf und haben sauber gemacht. Am letzten Tag war Dokumentation Obersalzberg, die wurde im Oktober 1999 eröffnet. Eine Dauerausstellung der Zeitgeschichte und die NS-Diktatur mit Bunker-Anlage, was damals unter Adolf Hitler alles passiert war. Das geht allen unter die Haut... Die Dokumentation zeigt über 950 Fotos, Dokumente, Plakate, Film- und Tonaufnahmen, die der Öffentlichkeit zum Teil erstmals zugänglich gemacht wurden.
Anschließend ging es noch zum Nationalparkzentrum "Haus der Berge" zur Ausstellung “Vertikale Wildnis". Es war sehr faszinierend. Wir erfuhren viel über die Berge, deren Tiere und Pflanzen. Der Nationalpark Berchtesgaden - der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands! Mit vielen guten Eindrücken, dank der guten Organisation des Wanderführers Helmut Fürst und der liebe “Herbergsmutter“ Angela Benschuh, traten wir die Heimreise an.

Helmut Fürst


Hirschbacher Höhlenwanderung am 26. Mai 2016

Hirschbacher Höhlenwanderung, 20 km Felswildnis mit dem Besuch zahlreicher Höhlen. Wir trafen uns auf dem Parkplatz beim Gasthaus „Goldener Hirsch“ in Hirschbach. Wir waren 25 Wanderer (davon 19 Mitglieder und 6 Nichtmitglieder). Vom Wanderparkplatz gingen wir zurück zur Ortsmitte, bei der Wegetafel über die Straße, den Hirschbach und zwischen den Häusern hoch zum Wald.

Die Felsen bei Hirschbach sind Kalkablagerungen des alten Jurameeres, ähnlich der Korallenriffe in der Südsee. Besonders zahlreich fanden wir diese Dolomitriffe und –klötze um Hirschbach. Wo es Felsen gibt, gibt es auch Höhlen, denen allerdings viele unentdeckt sind und bleiben. Wir zeigten, etwas in die versteckte Felsenwelt und in die geheimnisvolle Unterwelt zu führen. Die 20 Kilometer lange Route führte an insgesamt 30 Höhlen vorbei, von denen einige nur mit Taschenlampe begehbar sind. Beschwerliche Steigungen waren dabei und manche Höhlen muss man kriechend erforschen.

In Neutras sind wir erschöpft angekommen und rasten im Gasthaus „Res´nhof“. Wir aßen um 13 Uhr zu Mittag. Um 15 Uhr starteten wir wieder in die andere Richtung nach Hirschbach. Wir wanderten immer bergauf und bergab. Vor dem Ziel spalteten sich die Gruppe, ein Teil ging den normalen Weg, der andere Teil den extremen Weg. Nach ein paar Stunden sind wir sehr erschöpft in Hirschbach angekommen, haben es aber geschafft. Vor allem haben zwei ältere Senioren (fast 70 Jahre alt) doch noch mitgemacht. Nach einer weiteren halbe Stunde fuhren wir in allen Richtungen zufrieden nach Hause. Danke an Wanderführer Helmut Fürst, der uns souverän geführt hat.

Angela Benschuh


Wanderung von Rupprechtstegen nach Vorra am 06. Februar 2016

Am 6. Februar 2016 unternahm eine Gruppe von 10 gehörlosen Teilnehmern aus Nah und Fern eine Wanderung von Rupprechtstegen nach Vorra im Nürnberger Land in Mittelfranken/Bayern. Auf ausgeschilderten Wanderwegen und bei schönem Vorfrühlingswetter war es eine gemütliche und erholsame Wanderung.

Gestartet sind wir in Rupprechtstegen. Der Wanderweg führte an einem Wasserfall vorbei, entlang dem Pegnitzfluss durch das Harnbachtal. Beim Wasserfall gibt es sehr seltene, überregional bedeutsame Pflanzen und beeindruckende Kalksinter (Kalkstein, der durch Ablagerung aus kalkhaltigem Wasser entstanden ist). Der Weg führte weiter an Griesmühle (Ortsteil von Hartenstein) vorbei zu Harnbachmühle, deren alte marode Scheune 2012 durch einen Neubau in fachwerkbauweise ersetzt wurde. Die Mühle liegt an der Schnittstelle mehrere Wanderwege, insbesondere an der Abzweigung aus dem Pegnitztal. Dann ging es weiter nach Hohenstein mit seiner von weiten sichtbaren Burg auf der rundum höchsten Bergspitze. Von hier konnte man eine wunderbare Aussicht geniessen. Zum Glück gab es auch warmes Mittagessen. Die Gruppe machte ca. 3 Stunden Rast bei einem französischen Essen. Besonders erwähnenswert sind die Original Hohensteiner Riesen-Windbeutel mit köstlicher Füllung.

Dann ging es weiter von Engeltal nach Vorra. Im Café Inselblick hielt sich die Wandergruppe nur ca. eine Stunde auf. Es liegt gleich neben der Haltstelle der RB-Bahn.

Es war eine rundum gelungene und lohnenswerte Wanderung von ca. 14 km länge. Die Gruppe bedankt sich bei Wanderführer Helmut, der die Wanderung organisiert hat.

Helmut Fürst